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Schreiben mit eigener Tinte und Fasanenfeder

Die Einführung für das Schreiben mit dem eigenen Füller sollte für die Kinder der 2. und 3. Klasse im vergangenen Schuljahr zu einem freudigen und sinnesreichen Erlebnis werden. Aus diesem Grund wurden nicht nur die ersten Schreibfedern selbst geschnitzt, sondern auch die eigene Tinte hergestellt.

 

Mit Hilfe der Patenklasse durfte jedes Kind zunächst seine Schreibfeder härten. Ohne diesen Prozess wären die Fasanenfedern zu weich zum Schreiben. Dafür wurde in einem Gefäss Sand auf dem Bunsenbrenner erhitzt. Die Federn mussten darin über mehrere Minuten hin und her bewegt werden, bis der Schaft stark erhitzt war. Im Anschluss konnten die Federn nun mit einem scharfen Teppichmesser in die geeignete Form gebracht und in der Mitte eingeschnitten werden. Dieser Einschnitt dient dazu, dass die Tinte möglichst gleichmässig aufs Papier gelangt.


Tinte aus Galläpfeln, Gummi arabicum und Eisensulfat

Eisengallustinte ist seit dem Mittelalter die langlebigste Tinte überhaupt. Sie überdauert Jahrhunderte und verblasst nicht. Die Tinte „rostet“ im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Papier. Zu ihrer Herstellung braucht es in erster Linie Galläpfel, die man vor allem im Herbst an der Unterseite von Eichenblättern finden kann. Sie können mitunter die Grösse einer Walnuss erreichen und sind sehr hart. Diese Galläpfel wurden mit Hilfe von Hammer, Schraubstock, Nussknacker, Mörser und Stössel von den Kindern zu einem feinen Puder verarbeitet. Ausserdem brauchte es Gummi arabicum, ein Harz, welches aus nordafrikanischen Akazien gewonnen wird und Eisensulfat, welches der Tinte letztendlich ihre dunkle Farbe verleiht. Die verschiedenen Zutaten wurden gemischt, mit Quellwasser aufgekocht und letztendlich gefiltert. Die Gallustinte veränderte im Anschluss durch Oxidation mit dem Sauerstoff der Luft nach und nach ihre Farbe von dunkelviolett über braun zu schwarz.

 

Die grosse Herausforderung: nicht klecksen und tropfen

Beim Schreiben mit den Federn merkten die Kinder schnell, wie herausfordernd es ist, nicht zu klecksen und zu tropfen. Wie stolz waren alle, als sie als Überraschung für ihre Eltern ein Sommergedicht zu Papier gebracht hatten und dieses abschliessend individuell verzieren konnten. Die Verzierungen waren angelehnt an mittelalterliche Ornamente, die zuvor in diesem Zusammenhang gemeinsam betrachtet worden waren. Am letzten Schultag vor den Sommerferien bekamen dann alle Schüler zur Abrundung dieses Prozesses ihren eigenen Füller, mit dem sie nun im neuen Schuljahr schreiben werden.


Janine Trick (Klassenlehrerin jetzt 3./4. Klasse)
Fotos: Alexandra Brun

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